Keine Posten, keine Kekse, kein Fußbreit

Klaus Peukert » 06 August 2012 » in Piraten » 14 Kommentare

Der LV Niedersachsen der Piraten pressemitteilt:
"Bad Nenndorf ist bunt – und auch orange: Die Piratenpartei Niedersachsen verurteilt rechtsextreme Tendenzen und  Naziaufmärsche auf das Schärfste. Deshalb werden am kommenden Wochenende  Piraten gegen den geplanten „Trauermarsch“ von Neonazis aus ganz  Deutschland im niedersächsischen Bad Nenndorf demonstrieren.[...]"
Sven Knurr, Beisitzer im Vorstand des Kreisverbandes Wolfenbüttel-Salzgitter und aktuell Direktkandidat der Piraten für den WK10 (Wolfenbüttel-Süd) beantwortet das wie folgt:
"Die Logik, nach der hier Pressemitteilungen zugelassen werden, erschließt sich mir noch nicht. Gibt es da immer noch keine Kontrollinstanz, dass sogar das linksradikale Populistenpack, dank dessen die Piratenpartei in der Öffentlichkeit als "die Linke mit Laptops" wahrgenommen wird, hier ungefiltert seine unpiratige Scheiße in die einschlägigen Kanäle kloppen kann? Krank." (für den Link ist ein Login im Forum notwendig)

Sven Knurr ist übrigens das Parteimitglied, welches bereits im Januar 2011 damit auffiel, dass es "Petitionen zur Freilassung von Horst Mahler als "interessant", andere Piraten oder Bürger als "Rotfaschos" bezeichnen, an der NPD "nichts verkehrt" finden und bei Antinazi-Demonstrationen das Würgen" bekommt (aus: http://tarzun.de/archives/299-Virtuelle-Bundesgeschaeftsstelle-der-Piraten,-Braunpiraten-und-ich.html) und auch sonst so sich hauptsächlich damit hervortut, gegen "unpiratiges" antifaschistisches Engagement zu wettern.

Der referenzierte Blogbeitrag ist zwar, passend zum neuen Vorstandsamt und der Direktkandidatur gelöscht, aber so ganz vergisst das Netz nichts und man findet halt die Werbung für Horst Mahlers Freilassung nicht mehr, aber dafür das nicht nur geworben, sondern sogar unterzeichnet wurde. Aber allein oben referenzierter Forenthread zeigt, das Sven Knurrs Geisteshaltung und die Werte dieser Partei weiter auseinander sind, als Andromedanebel und Milchstrasse.

Lieber Landesvorstand Niedersachsen, ihr habt mir der Unterstützung füt "Bad Nenndorf ist bunt" einen richtigen Schritt getan, ihr habt konsequent gehandelt, als ihr die Wahl vom, Holocaustleugnung erlauben wollenden, Carsten Schulz zum Direktkandidaten überstimmt und so korrigiert habt. Ich wünsche Euch, auch diesmal die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein Direktkandidat, der den Holocaustleugner Horst Mahler aus dem Gefängnis pauken will, ein Direktkandidat, dem Programm und Beschlüsse der Partei unbekannt oder egal zu sein scheinen, der kann und soll unsere Werte und Ideale nicht vertreten. Wie das mit §21 (4) BWahlG NLWG §18 (2) Satz 1 funktioniert, wißt ihr. Tut das Richtige.

Kein Fußbreit.


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14 Kommentare zu "Keine Posten, keine Kekse, kein Fußbreit"

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)
  1. Anonym
    06/08/2012 um 14:56 Permalink
    Dieser Artikel läßt Sven so aussehen, als sei er ein Nazi. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, und somit ist dieser Artikel im Tenor unwahr und diffamierend -- schon wieder mit der Nazikeule.

    Antwort

  2. Anonym
    06/08/2012 um 15:51 Permalink
    Ich habe als erstes den Link aufs Forum geklickt und mir alle 13 Seiten des Threads durchgelesen, bevor ich im Artikel weiter las.

    Danach brauchte niemand mehr andeuten, daß Sven Knurr ein Nazi sei.

    Antwort

  3. Anonym
    06/08/2012 um 16:59 Permalink
    Beeindruckend, dass es eben immer die gleichen sind, die Keulen schwingen:
    http://jennyger.blog.de/2012/07/17/stoppesm-und-taeglich-gruesst-die-nazikeule-14132012/

    Antwort

  4. Anonym
    07/08/2012 um 19:57 Permalink
    LOL Genau. DIE Jenny. Mit der kann man sicher super über Wirtschaft und Nazis plauschen, wenn man grad in ihrem 3D Sex Chat System mit ihr Cybersex hat, ne?

    Antwort

  5. Anonym
    06/08/2012 um 18:55 Permalink
    Nach Sven Knurrs eigenem, eigenartigen Verständnis von Meinungsfreiheit ist es sicherlich vollkommen legitim, der Meinung zu sein er ist ein Nazi.

    Abgesehen davon gibt er sich durch seine Äußerungen auch alle Mühe, den Eindruck zu erwecken, dass er ein Nazi ist oder zumindest gewisse Sympathien für solche Leute und ihr Gedankengut hegt.

    Wer das nicht sehen möchte, ist entweder naiv oder selber ein Naziversteher.

    Antwort

  6. Anonym
    06/08/2012 um 21:04 Permalink
    Bitte beachtet seine eigene Erklärung: http://pastebin.com/wAj6KTfV

    Antwort

  7. Puck.152
    06/08/2012 um 15:17 Permalink
    Moinsen,

    der angesprochene Kandidat ist für den Landtag aufgestellt worden, also greift auch das Landeswahlgesetz NdS, dort der § 18 Abs. 2 NLWG, der aber inhaltlich mit der von Dir genannten Bundesvorschrift nahezu wortgleich ist.

    Ansonsten kann ich Dir nur voll zustimmen!

    Puck.152

    Antwort

  8. inkorrupt
    06/08/2012 um 16:23 Permalink
    Danke für die deutlichen Worte, Klaus.

    Antwort

  9. mike
    06/08/2012 um 17:55 Permalink
    Ebenfalls DANKE für die klaren Worte.

    Antwort

  10. Anonym
    06/08/2012 um 16:42 Permalink
    Hallo Tarzun,
    ich stimme Dir ja zu, daß die Äusserungen S.K.'s so nicht gehen, so sie denn so getätigt wurden.
    Allerdings finde ich es mal wieder äusserst befremdlich, warum das schon wieder über die Presse ausgetragen wird!
    Kann man solche Sachen nicht (endlich) intern klären?
    Gerade von einem Mitglied des BuVos hätte ich da etwas mehr erwartet.

    Antwort

  11. Kyra
    06/08/2012 um 17:05 Permalink
    Danke Klaus, dass du es offen ansprichst. Nicht weil ich etwas über die Presse austragen will, nur finde ich wichtig nicht ein gemeinsames Schweigen zu bewahren, aus Angst vor negativer Presse. Herrgott, das fanden die Piraten mal Scheiße an den anderen Parteien. Und jetzt soll man still sein, weil so eine Sache an die Öffentlichkeit kommen könnte?

    Schauen hier manche nur noch nach Erfolg, egal welchen braunen Dreck es im Inneren gibt?

    Vielleicht müssen wir mal klären, was eigentlich Meinungsfreiheit bedeutet.

    Antwort

  12. Klaus
    06/08/2012 um 17:05 Permalink
    Aloha,

    im vorletzen Absatz: Der Ort heisst "Bad Nenndorf". Der vorletzte Satz: Wisst wird mit "ss" geschrieben. Fehler und Kompetenz ist immer so'ne Sache. Beides kann passieren.

    Antwort

  13. none
    07/08/2012 um 12:20 Permalink
    Ich finde es schade, dass den Äußerungen (die ich nicht teile!) von S.K. Deutungen untergeschoben werden, die er so nicht gesagt oder gemeint hat.
    Aber es ist halt schön, immer ertsmal draufzuschlagen statt nachzufragen oder den direkten Kontakt zu suchen. Und leider ist dies -auch abseits von irgeneimen Nazuscheiß- nicht das erstemal, das ohne ausreichende Kenntnis der Situation geglaubt wird sich eine abschließende Meinung bilden zu Können oder sogar müssen.

    Antwort

  14. mike
    07/08/2012 um 17:28 Permalink
    Lies mal seine Kommentare im Forum.

    Ich habe es getan und wüsste gar nicht wo man da noch ansetzen sollte um seine 'Position' zu retten.

    Wegen Bodo wäre ich fast nicht eingetreten und Sven wäre ein Grund auszutreten.

    Aber ich bin nicht bereit auch nur einen Fussbreit preiszugeben.

    Antwort

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