Klaus Peukert »
13 August 2011 »
in Politisches »
Keine Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland.
Vor einem
Jahr führte die Piratenpartei mit LiquidFeedback als erste Partei
Deutschlands auf Bundesebene eine Software zur politischen
Meinungsbildung über das Internet ein. Nach der Einführung im Berliner Landesverband im Frühjahr 2010 erproben nun alle Piraten seit zwölf Monaten das Konzept der "Liquid Democracy". Gute 30 Prozent der Piratenmitglieder registrierten sich im System, weit mehr als 1.000 arbeiteten bisher an Anträgen mit. In letzter Zeit stagnierte die Nutzung.
Verglichen etwa mit dem System der Enquête-Kommission "Digitale Gesellschaft" und anderen Teilhabemöglichkeiten im Internet ist
LiquidFeedback dennoch eines der meistgenutzten dauerhaften und regelmäßig
nutzbaren Beteiligungssysteme der deutschen Politik und immer noch das einzige ernsthafte, welches Delegationen als Kernelement von Liquid Democracy umsetzt. Nach der umfangreichen Nutzung zur Vorbereitung des Programmparteitags 2010 soll
die Software nun intensiver in den politischen Alltag der Piraten
integriert werden. Marina Weisband, politische Geschäftsführerin der
Piratenpartei, erklärt:
»Im
Rahmen unseres im Aufbau befindlichen Konzepts zur besseren
Organisation der innerparteilichen Willensbildung spielt LiquidFeedback
eine wichtige Rolle. Es gibt einen Wettbewerb für eine neue Benutzeroberfläche und weitere Überlegungen, die Nutzung zu intensivieren«.
Seit seiner Einführung wurde LiquidFeedback nicht nur begeistert angenommen, sondern auch kontrovers diskutiert. Gegenstand
parteiinterner Debatten sind insbesondere die Nutzerfreundlichkeit des Systems, die Möglichkeit der
delegierten Abstimmung und die Balance zwischen Transparenz und Datenschutz. Im Rahmen einer MasterarbeitMagisterarbeit wurde die Nutzung und Akzeptanz der Software unter den Piraten auch wissenschaftlich untersucht. Die dadurch gewonnen Erkenntnisse, deren Veröffentlichung für Ende August geplant ist, fließen in die Weiterentwicklung des Systems ein.
Der Text wurde durch mich der Bundespresse-AG der Piratenpartei für eine zeitlich passende Pressemitteilung vorgeschlagen, nach einer lebhaften internen Debatte, bei der, meinem Eindruck nach, teilweise die persönliche Ablehnung des Systems Einiger eine entscheidende Rolle spielte, ergab die Mehrheit der sich äußernden Mitglieder des "Kernteams" ein negatives Feedback zu einer Veröffentlichung auf Bundesebene, weswegen ich ihn jetzt privat verteile. Am Text und Lektorat beteiligten sich @arte_povera, @herrurbach, @heluecht und @thomas1g.
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13/08/2011 um 13:39 Permalink
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13/08/2011 um 14:42 Permalink
http://vorstand.piratenpartei.de/2011/08/13/zum-geburtstag-viele-antrage/
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15/08/2011 um 02:57 Permalink
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15/08/2011 um 11:50 Permalink
Ich finde es sehr beschämend, dass es nicht zu einer offiziellen Pressemitteilung kam.
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