Vom Umgang mit den Bodos der Piraten

Klaus Peukert » 16 Januar 2011 » 3 Kommentare

Nun stellt sich raus, das das im Juli 2009(!) beschlossene Parteiausschlußverfahren gegen ein "Was soll an der NPD schon schlimm sein"-Mitglied noch nicht mal korrekt eröffnet wurde, das das zuständige Schiedsgericht in RLP quasi nicht existent ist usw. Obendrein ist die Chance relativ gut, das die (damals angeklagten, inzwischen is was dazugekommen) Äußerungen nicht für ein PAV reichen könnten.

Darüber hinaus ist der Delinquent bei Weitem nicht der einzige, der den Piraten Kummer bereitet, es treiben noch ganz andere ihr Unwesen in der Partei und schaden ihr letztlich. Ich bin mittlerweile der Meinung, das es zielführender wäre, schlicht die Partei so auszurichten, das Braunpiraten hier einfach keinen Spaß mehr haben und/oder diese keinen Fuß auf den Boden kriegen statt uns mit PAVs selbst zu lähmen.

Ich mein, warum geh ich denn nicht in die NPD? Weil die politisch mit mir sowas von nicht übereinstimmt und weils mir da schlicht keinen Spaß machen würde. Und selbst wenn ich als "Troll" dort Mitglied werden und versuchen würde aus der NPD einen "linksoffenen" Haufen zu machen: Wer würde das mir (oder denen) abnehmen? Eben. Und genauso sollten die Piraten eine Partei sein, die den Bodos und jotuns dieser Welt einfach keinen Spaß macht.

Die PAV-Anträge et al sind zwar lustig (für mäßige Werte von lustig) und wenn der Hohmann für "Tätervolk" letztinstanzlich sogar aus der CDU flog (und der ging bis zum BGH und es dauerts insg. ca. 4 Jahre) dann könnte zumindest die neueren Sachen bei Bodo ggf. reichen, aber das löst ja nicht das eigentliche Problem, das wir für solche Knallchargen dann wohl immer noch "attraktiv" sind.

Wir sollten also intern mit den Thiesens dieser Welt genauso umgehen wie jeder vernünftige Demokrat mit der NPD (warum hab ich hier grad freudsch "CDU" geschrieben?) umgehen sollte: Nämlich mit strikter Nicht-Zusammenarbeit und Isolation. Wir sollten den "Holocaust? So what?"-Piraten klar machen, das sie bei uns nicht erwünscht sind. Meinungsfreiheit hin oder her. Und wir sollten das nach außen deutlich machen.

Das wird natürlich ein langer Weg, wenn bspw. in so mancher AG klare Bodo-"Fürsprecher" sitzen und sich Verantwortliche von einer falsch verstandenen Meinungsfreiheit blenden lassen und sich gegen Antinazi-Demos "engagieren", oder Aufrufe zur Befreiung von Horst Mahler mit "Die Gedanken sind frei" relativieren statt zu sagen "Haut ab!".

Aber letztlich ist es wohl tatsächlich zielführender wenn wir "Nazi-Piraten" mittelfristig einfach den Parteiboden unter den Füßen wegziehen und ihnen deutlich machen, das woanders geeignetere Spielplätze existieren.

Gilt übrigens auch für Kinderbildersammler.

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3 Kommentare zu "Vom Umgang mit den Bodos der Piraten"

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  1. Thomas
    16/01/2011 um 10:54 Permalink
    +1

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  2. Pirat
    16/01/2011 um 17:38 Permalink
    es reicht nicht nur die braunen Piraten zu isolieren, man muss auch die "braune Piraten sind doch nicht so schlimm" Piraten isolieren

    Antwort

  3. Enno
    30/01/2013 um 12:37 Permalink
    Die Strategie hilft aber ganz und gar nicht, wenn es nicht um "Braunpiraten" geht sondern um Trolle, die das auch noch genießen und/oder die Echokammer als Resonanzboden für ihre kruden Thesen benutzen wie beim Reaper und Herrn Lange.

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